Drogentotengedenktag 2026 in Mettmann

Drogentotengedenktag 2026 in Mettmann: Gemeinsam erinnern, informieren und Perspektiven schaffen
Jedes Jahr am 21. Juli wird in ganz Deutschland der Menschen gedacht, die an den Folgen einer Suchterkrankung verstorben sind. Der Drogentotengedenktag geht auf eine Initiative von Angehörigen- und Selbsthilfegruppen zurück, die ihn vor 27 Jahren ins Leben gerufen haben. Seitdem nutzen zahlreiche Einrichtungen und Organisationen diesen Gedenktag, um der Verstorbenen zu erinnern und gleichzeitig auf die Herausforderungen und Lebensbedingungen von Menschen mit Suchterkrankungen aufmerksam zu machen.
Auch die Caritas-Fachdienste für Sucht- und Wohnungsnotfallhilfe beteiligen sich erneut an dem Gedenktag und laden am Dienstag, 21. Juli 2026, von 12 bis 14 Uhr auf den Jubiläumsplatz in Mettmann ein.
Die Veranstaltung bietet Raum für Erinnerung, Begegnung und Information. Bürgerinnen und Bürger, Betroffene, Angehörige sowie Interessierte können sich über Suchterkrankungen, Hilfsangebote und Unterstützungsstrukturen in der Region informieren und miteinander ins Gespräch kommen.
Unter dem diesjährigen Motto „VERÄNDERN, UM LEBEN ZU RETTEN!“ soll verdeutlicht werden, dass bestehende Strukturen, Einstellungen und Hilfsangebote weiterentwickelt werden müssen, um Todesfälle infolge von Drogenkonsum und Suchterkrankungen zu verhindern. Es macht deutlich, dass Drogentodesfälle nicht als unvermeidbares Schicksal hingenommen werden dürfen. Vielmehr soll der Blick auf notwendige Veränderungen in der Suchthilfe, Gesundheitsversorgung und Gesellschaft gerichtet werden. Ziel ist es, Menschen mit Suchterkrankungen frühzeitig zu erreichen, ihnen den Zugang zu Unterstützung zu erleichtern und lebensrettende Hilfsangebote auszubauen.
Gleichzeitig fordert das Motto dazu auf, Vorurteile gegenüber suchtkranken Menschen abzubauen und die Akzeptanz für unterschiedliche Wege der Unterstützung zu stärken. Durch eine verbesserte Zusammenarbeit von Suchthilfe, Medizin, Politik und Gesellschaft sollen Perspektiven geschaffen werden, die Betroffenen mehr Schutz, Teilhabe und Überlebenschancen ermöglichen.
Die Veranstaltung möchte deshalb nicht nur des Verlustes gedenken, sondern auch den Blick auf wirksame Hilfen richten. Themen wie konsumnahe Unterstützung, Safer Use und die Akzeptanz unterschiedlicher Wege im Umgang mit Suchterkrankungen stehen dabei im Mittelpunkt. Das Team der Caritas steht während der gesamten Veranstaltung bei Getränken und Fingerfood für Gespräche, Fragen und Anregungen zur Verfügung.
Wie wichtig diese Unterstützung ist, zeigen aktuelle Zahlen: In einem Jahr starben in Wülfrath und Mettmann zwölf Menschen an den direkten Folgen ihres Drogenkonsums.
Der Drogentotengedenktag setzt daher ein wichtiges Zeichen: für Erinnerung und Mitgefühl, aber auch für gesellschaftliche Verantwortung. Er lädt dazu ein, gemeinsam innezuhalten, den Verstorbenen zu gedenken und zugleich die Weiterentwicklung eines wirksamen und menschlichen Hilfesystems voranzubringen.
Gemeinsam gedenken – gemeinsam handeln.